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Supplement - Unsere Meinung - Beitrag "Mondlandung"

Unsere Meinung

Gedanken der 1. stellv. Bundesvorsitzenden zum
40-jährigen Jahrestag der Mondlandung



Die Mondlandung wird bis heute als "Fortschritt für die Menschheit" bejubelt. Umso wichtiger ist es, den Begriff "Fortschritt" - sowohl im Allgemeinen als auch bezüglich der Raumfahrt im Besonderen - einmal kritisch zu hinterfragen.

Dazu eine grundsätzliche Feststellung: Es dürfte unstrittig sein, dass der über Jahrzehnte hinaus recht unreflektiert verwendete Begriff "Fortschritt" nur dann seine Berechtigung hat, wenn damit objektiv richtiges Handeln des Menschen beschrieben wird. Heutzutage weiß man, dass in vielen Bereichen der vermeintliche Fortschritt in Wahrheit ein Rückschritt war!

Wie steht es in dieser Hinsicht mit der Raumfahrt? Ist es berechtigt, ihr das Prädikat "Fortschritt" zuzusprechen? Wohl kaum, wenn man sich den in weiten Teilen trostlosen Zustand von "Mutter Erde" und das Elend der Millionen von Hungernden vergegenwärtigt. Solange auf der Erde derartig desaströse Zustände herrschen, sollte es sich verbieten, "in fremden Galaxien zu wildern" und dabei Unsummen an Geldern zu verpulvern, anstatt sie vordringlich für die Bekämpfung des Hungers und anderer Probleme, z. B. Klimaschutz, Umweltschutz und natürlich auch Tierschutz zu verwenden!

Ein Zweites: Die Eroberung des Weltraums ist aus einem weiteren Grund kein Ruhmesblatt für die Menschheit, denn ihr liegen abscheuliche Verbrechen an Tieren zugrunde.

Mit einer Rücksichtslosigkeit, die ihresgleichen sucht, wurden seit den fünfziger Jahren des vorigen Jahrhunderts in der UDSSR und den USA die unterschiedlichsten Tierarten als "Testobjekte" missbraucht, darunter Hunde - das erste Opfer war Laika - Ratten, Meerschweinchen, unterschiedliche Affenarten bis hin zu Schimpansen, unseren nächsten Verwandten. Man nahm in Kauf, dass sie den entsetzlichen Stress in den Raumkapseln mit dem Leben bezahlten. Laika starb am 3. November 1957 im Rahmen der Mission Sputnik 2 im Orbit. Ihre Rückkehr zur Erde war im Programmablauf nicht vorgesehen, dennoch überraschte ihr früher Tod. Über den Zeitpunkt und die Todesursache herrschte jahrzehntelang Unklarheit. Erst vor wenigen Jahren wurde bekannt, dass der kleine Mischlingshund bereits einige Stunden nach dem Start starb, vermutlich an Überhitzung und Stress.

Kehrten Tiere lebend auf die Erde zurück, wurden sie sogar mehrfach in den Weltraum geschossen. Rohheit, Gefühllosigkeit und Niedertracht ohne Ende!

Fortschritt? Angesichts dieser Ungeheuerlichkeiten wohl kaum. Vielmehr ist es ein Fortschritt im negativen Sinne, nämlich ein Schritt "fort von Menschlichkeit und jeglicher Ethik".

Sollte eines Tages die "Eroberung des Kosmos" auf den ethischen Prüfstand kommen, dürfte die Bilanz nicht unbedingt positiv ausfallen. Denn dieser so genannte Fortschritt kam nur dadurch zustande, dass wehrlose Tiere gnadenlos als Stellvertreter des Menschen missbraucht wurden.

Der Volksmund sagt es so: "Aus Bösem kann nichts Gutes kommen"! Dem ist wohl nichts mehr hinzuzufügen.

Bilddokumente / Tiere im Weltall: www.br-online.de

Margret Giese

1. stellv. Bundesvorsitzende / Partei Mensch Umwelt Tierschutz


Unsere Meinung

Foto: Margret Giese

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