Parteilogo
Startseite   Impressum   Kontakt   Suche  
 
PARTEI
> Kurzporträt
> Parteistruktur
> Parteichronik
> Bundesparteitage
POLITIK
> Grundsatzprogramm
> Themen
> Aktuelle Schwerpunkte
> Wahlen
INFOS
> News
> Presse
> Bibliothek
> Archiv
SERVICE
> Bundesgeschäftsstelle
> Newsletter
> Info-Material
> Mediathek
LINKS
> Landesverbände
> ZeitenWENDE online
> EU-Tierschutzparteien
> Verbände u. Vereine
SUPPLEMENT
> Unsere Meinung
> Ihre Meinung
> N. G. Pierson Found.
> Terminkalender
NETZWERKE

facebook twitter Monitor Mensch Umwelt Tierschutz
 

Service - Bibliothek - Manipulation durch Desinformation

Manipulation durch Desinformation

"ZeitenWENDE" (Ausgabe 32 / 2008)
Dominik Storr

Wer Informationen von Desinformationen abzugrenzen in der Lage ist, kann ob des heutigen täglichen Zuwachses an Informationsmöglichkeiten wie auch der quantitativen Zunahme an Informationen nur jubeln. Die meisten Menschen in allen heute existierenden Kulturen befinden sich nämlich in einem - von der Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger unvermuteten - Ausmaß in einer Art systemischer Geiselhaft. Dies deshalb, weil das überall zu beobachtende Festhalten an meinungs- und pressefreiheitlichen Restriktionen sowie an der Zensur deutlich zeigt, dass ein großer Teil der westlichen Machteliten wenig Vertrauen in die Wirksamkeit des Grundrechts auf Meinungs- und Pressefreiheit hat. Dieser politisch-industrielle Komplex hält sich vielmehr hinter dem Rücken des Volkes von öffentlicher Kritik frei und setzt auf die Durchsetzung der Staatsräson mit verdeckten Mitteln. Wir Deutsche sollten uns daher endlich mit der verdeckten Steuerung unseres Gemeinwesens vertraut machen. Tatsächliche Geschehensabläufe werden hierbei der Öffentlichkeit willentlich vorenthalten oder gezielt manipuliert. Die Manipulation der Öffentlichkeit durch das System fängt bei überdimensionierten Bauinfrastruktur-Maßnahmen bei Ihnen vor der Tür an und hört bei menschenverachtenden Kriegen im fernen Ausland auf.

Die Mechanismen des Systems

Der Begriff des Systems geht auf das griechische „systema“ zurück und beschreibt ein Ordnungs-, Gliederungs- und Aufbauprinzip, das zu einem einheitlich geordneten Ganzen führen soll.

Das System bedient sich zu seiner Verteidigung einer Vielzahl sorgsam überwachter Mechanismen, die es auch ständig zu erweitern, auszubauen und gegen jede Form der Infragestellung zu sichern sucht. Das System lebt von vertikalen, institutionalisierten Hierarchien, während Kompetenz und Kreativität, Führungsqualitäten und das viel zitierte "Neue Denken" , also alles, was das System in Frage stellen könnte, a priori und von Anbeginn an argwöhnisch beäugt und, wenn es sich durchzusetzen "droht", gnadenlos und radikal bekämpft wird. Die stringentest wirkende "Waffe" des Systems sind dabei die Wissenschaften, die ganz bewusst von der Philosophie abgekoppelt wurden und - sich plötzlich selbst erklärend - ausschließlich den Zweck verfolgen, wissenschaftlich fundiert zu beweisen, warum das System Recht hat. Dieses Prinzip wirkt: Ihre „Sklaven“ sind 99 Prozent aller Wissenschaftler, die in der Regel gar kein Wissen schaffen, sondern bisheriges Wissen und Geglaubtes verwalten, verteidigen oder - wie etwa bei der "grünen" Gentechnik - verheimlichen. Dieses Prinzip beherrscht unsere Politik, das Schul- und Bildungssystem sowie unser Denken, Handeln und Fühlen. Die Wissenschaft liefert dem System die Überzeugungsparameter, auf denen unser westliches (pseudochristliches) Weltbild gründet. Das System wiederum bestraft jedes Andersdenken und -handeln gnadenlos durch Rufmord und Ausgrenzung oder durch das Rechtssystem, nämlich durch Verurteilung und Strafe. Politiker, Medien und Gerichte fungieren hierbei meist als geistig korrumpierte Stützen des Systems.

Streuung gezielter Desinformationen

Es gehörte schon immer zu den Schutzmechanismen des Systems, Informationen nur in einem Umfang abzugeben, der dem Erhalt des Systems dient. Hiermit lüftet sich auch das Geheimnis, warum Manager, die ja beileibe keine Führungskräfte sein dürfen, sondern Popanze des Systems zu sein haben, und Spitzensportler, Schauspieler und andere "Helden" unserer Zeit derart exorbitante Gagen einstreichen; sie sind die Super-Systembewahrer, halten die Bevölkerung in Atem, bei Laune und in Spannung: Brot und Spiele für das Volk , was eigenes, kreatives und selbständiges Denken, Handeln und Fühlen verhindern soll.

Jede Hierarchiestufe im System schottet sich informationell nach unten hermetisch ab, indem es bestimmte Informationen nicht weitergibt. Ferner werden ganz gezielt Desinformationen gestreut, die auf den jeweils unteren Rängen zur Verwirrung und zu einer zunehmenden Hilflosigkeit führen, was wiederum Angst und Abhängigkeiten schafft.

War es in früheren Zeiten durchaus noch möglich, dass einzelne Menschen (weltliche oder geistliche Herrscher) das gesamte Leben ihres Herrschaftsbereiches unter Kontrolle halten konnten, so erwies sich dies im Laufe der Jahrtausende als zunehmend unmöglich. Genau dies kennzeichnet die Entwicklung vom wenige Dutzend Köpfe umfassenden Stamm zum Millionen Menschen umfassenden Staat; mit der Komplexität des Lebens und seiner Inhalte wuchsen die Probleme, die im jeweiligen Herrschaftsbereich lebenden Menschen unter Kuratel (Aufsicht, Kontrolle) zu halten.

Mit dem Grad der Zivilisation stieg also für die jeweils Herrschenden die Notwendigkeit, das staatliche Monopol durch die Einführung weiterer Subsysteme zu sichern. Die Leitung derartiger Subsysteme (Ministerien) wurde entsprechenden System-Verwaltern (Ministern) übertragen, die ihrerseits Sub-Minister (Staatssekretäre) und eine stringente Hierarchie von Leitern hunderter von Ämtern und Behörden installierten. Dabei richtete sich die Bezahlung und der "Wert" der verschiedenen Subsysteme zumeist nach der Anzahl der jeweils darunter angesiedelten Subsysteme, der Masse der davon betroffenen Menschen und dem volkswirtschaftlichen Wert, der in diesem System erwirtschaftet, gehandelt oder verwaltet wurde. Daran hat sich bis heute nichts geändert.

Systeme suggerieren Vertrauen und bauen auf Glauben. Wirkliches Wissen beargwöhnen, meiden oder verteufeln und bekämpfen sie, da sie sich potentiell gefährdet sehen. Daher richten sich die Inhalte des Bildungssystems in Kirche und Staat ausschließlich danach, was ihnen, den alles kontrollierenden Supersystemen, dient und nützlich ist. Privatschulen, kammerfreie Berufsausübung, freier Handel, Aufklärung, eine wirklich freie Presse, Direktwahlen, Volksabstimmungen und die Aufhebung staatlicher Monopole - all dies würde das Supersystem stören, in seiner Einflussnahme behindern oder gar hochgradig gefährden.

Systempolitik beherrscht den Staat

Der "Leim", der dieses gesamte System zusammenhält, sind die Medien und die etablierten Parteien, die nach dem Zweiten Weltkrieg - beileibe nicht nur in Deutschland - das gesamte System Staat erobert und vereinnahmt haben. Sie halten dieses staatliche System unter Kontrolle, wobei sie sich ihres absoluten Herrschaftsanspruches inzwischen derart sicher sind, dass sie, ohne auch nur im Mindesten Skrupel oder Scham zu empfinden, sogar offensichtliche Verfassungsbrüche begehen. Dies ist z.B. bei der Regelung über das betäubungslose Schlachten von Tieren oder bei der Rückkehr zur Batterie-Käfighaltung für Legehennen unter dem irreführenden Begriff "Kleinvolieren-Haltung" der Fall.

Dies liegt daran, da sich die "key player" des Systems - also diejenigen, die sich in den Schlüsselpositionen befinden - in dem sicheren Glauben wähnen, von niemandem dafür zur Rechenschaft gezogen zu werden. Wer sollte dies auch tun? Die Medien und die obersten Gerichte sind von "systemischen Staatssklaven" besetzt. Durch die Leiter ihrer Subsysteme lassen sich verantwortliche Politiker wie „Gen“hofer hermetisch von berechtigter Kritik und gesellschaftlichem Gegendruck abschirmen. Gesetzesvorlagen dürfen nur von Systemparteien eingebracht werden. Mit höhnischem Grinsen begleiten die etablierten Parteien daher die verzweifelten Versuche einiger weniger Systemstörer, die als "Rufer in der Wüste", Warner oder Gründer von Initiativen, neuen Parteien oder Volksbegehren wider den Stachel zu löcken meinen.

Die etablierten Parteien haben alles unter Kontrolle, indem sie die wichtigen Positionen in den Medien, bei höheren Gerichten und Staatsanwaltschaften, bei der Polizei und den Streitkräften, in der Ministerialbürokratie, bei sonstigen Verwaltungen, Aufsichtsräten von staatsbeteiligten Unternehmen, pseudo-privatisierten Staatsbetrieben wie Bahn, Post, Lufthansa oder VW, Rechnungshöfen, Verkehrsbetrieben, öffentlichen Banken, Krankenhäusern, Botschaften, Datenschutzanstalten, politischen Bildungseinrichtungen, ja selbst in den Lotterieverwaltungen und Rundfunkräten mit willfährigen Lakaien aus den eigenen Reihen besetzt halten; und wenn das Wahlvolk zunehmend resigniert, dann kann dies den etablierten Parteien nur recht und billig sein - je weniger Wähler, desto bequemer für die Profiteure des Systems. Und dies, obwohl die etablierten Parteien bei den selbst von ihnen nicht mehr zu verdrängenden Diskussionen um die fortschreitende Umweltzerstörung, die Verarmung der Menschen und die Neuausrichtung einer nach Kompetenz wimmernden Bundesrepublik Deutschland der völlig falsche Partner sind.

Der Aufbruch in die Wirklichkeit

Die Ursache der heutigen und immer rascher zunehmenden politischen und gesellschaftlichen Probleme liegt vor allem darin begründet, dass sich in fast allen Ländern der Erde Systemparteien den Staat zu eigen gemacht, ihn und die in ihm lebenden Menschen als Spielfeld ihrer politischen Machtinteressen benutzt und missbraucht haben. Erst wenn die "Fürsten" unserer Zeit begreifen, dass sich Sozial- und Wirtschaftspolitik auf staatlicher Ebene nicht mehr vereinbaren lassen - von transnationalen Strukturen, wie z.B. der Europäischen Union, den Vereinigten Staaten von Amerika oder der GUS ganz zu schweigen -, können wir darangehen, die uns zukünftig ins Haus stehenden Probleme der Sozial-, Wirtschafts- und Umweltpolitik auf kommunaler und regionaler Ebene zivilgesellschaftlich zu lösen. Solange jedoch das gegenwärtige System weltfremd, egoistisch und stur meint, bisherige Verhältnisse ehern verteidigen zu müssen, wird sich die Schere zwischen Arm und Reich, sozial stark und sozial schwach, Fortschritt und Rückschritt immer weiter öffnen. Wir stehen heute in der westlichen Welt, zunehmend aber auch in den Schwellenländern bzw. künftig sich entwickelnden Ländern der heute noch Dritten Welt, vor gigantischen Veränderungsprozessen. Wenn, was zu erwarten steht, den "Eliten" unserer Zeit (Konzerne und Parteien, Funktionäre und Bürokraten, Kirchen und Gewerkschaften) der Blick für die Notwendigkeit eines völligen Umdenkens fehlt, so liegt es an uns, der bislang noch unter staatlicher Kuratel gehaltenen Bevölkerung, dieser Kurzsichtigkeit dadurch abzuhelfen, dass wir lernen, uns politisch zu artikulieren.

IV. Quartal 2008


Bibliothek

Grafik: Harry Harper

Zeitenwende
Kampagnen Petitionen Mitgliedschaft Unterstuetzung Wahlergebnisse MUTMedaille MachdenMUTTest Filmdoku bundesarbeitskreise BarbaraRuetting Das sind wir