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Partei - Bundesvorstand - Mehr zur Person

Ingeborg Mauler (Beisitzerin)

Mehr zur Person...

Als Kind bekam ich zu meinem Entsetzen mit, dass man Tiere schlachtet und isst. Leider machte mir mein Vater klar, dass dies alles ganz normal sei, was mein Herz aber nicht glauben konnte, denn wir hatten Haustiere (Hund, Katze, Vogel, Schildkröte und einen Affen (leider!) und ich liebte sie. Wir Kinder mochten kein Fleisch und das Wenige, das es gab, haben wir oft heimlich ausgespuckt. Wir hatten einen großen Garten mit viel Obst und Gemüse und davon habe ich mich hauptsächlich ernährt.

Ich entwickelte mich aber im Laufe der Zeit trotzdem zu einer Fleisch- und Fischesserin, obwohl ich die Gedanken daran, dass ich Tiere esse, ausblenden musste.

Da ich Boxer hatte und diese artgerecht ernähren wollte, nahm mich eine Boxer-Züchterin mit in den Stuttgarter Schlachthof.

Schon als ich das erste Mal im Schlachthof war und die noch lebenden Tiere sah, packte mich das Entsetzen. Wie die Tiere geschlachtet wurden, habe ich nicht gesehen, aber der Geruch nach Angst, die Schreie der Tiere und das noch körperwarme Fleisch und die Innereien ließen mich förmlich erstarren. Ich habe in die irren Augen von Kopfschlächtern geschaut – und ich werde sie nie mehr vergessen.

Mir wurde unser verbrecherisches Verhalten den Tieren gegenüber voll bewusst. Ich kam nach Hause und sagte zu meinem Mann; "Was tun wir denn da? Die einen Tiere streicheln wir und mit den anderen gehen wir so entsetzlich um? Diesen ganzen Wahnsinn mache ich nicht länger mit. Ich höre auf, Fleisch und Wurst zu essen."

Meine erste Begegnung mit Tierrechtlern hatte ich beim Fackelzug in Stuttgart. Der Veranstalter war der Landesverband Baden Württemberg Menschen für Tierrechte – Tierversuchsgegner. Ich nahm Infomaterial mit und nach und nach wurde ich Mitglied in diversen Tierrechts- Veganer- und Vegetarierverbänden.

Nach einigen Jahren vegetarischer Ernährung wurde mir klar, dass nur die vegane Lebensweise - also überhaupt nichts in irgendeiner Weise zu verwenden, das von Tieren stammt - dem Tierleid wenigstens teilweise ein Ende setzen kann. Das war im Oktober 1995.

Im gleichen Jahr bin ich der Tierschutzpartei beigetreten und habe mich auch sehr engagiert. Dann kam die Gründerin von Menschen für Tierrechte Landesverband BW auf mich zu, mit der Frage und Bitte; ob ich nicht die Arbeitsgruppe Stuttgart übernehmen bzw. wieder aufbauen würde, da es die AG praktisch nicht mehr gab. Auch sonst war der Verband in einer tiefen Krise. Ich übernahm den Aufbau und die Leitung der AG Stuttgart für ca. 2 ½ Jahre.

Durch die sich abzeichnende Krankheit meines Mannes mussten wir auf die Ostalb umziehen und ich war einige Jahre – durch die Pflege meines Mannes – nur noch in Form von Protestbriefen usw. aktiv tätig.

Ich habe immer mehr erkannt, dass der Veganismus eine Schlüsselrolle im vermeiden von Tierleid darstellt. Nach dem Tod meines Mannes habe ich mich hauptsächlich für die Verbreitung einer veganen Lebensweise eingesetzt, da ich die direkte Konfrontation mit dem Tierleid zu dieser Zeit nicht verkraftet hätte.

Als Heilpraktikerin habe ich mich mit den Auswirkungen einer veganen Ernährung auf unsere Gesundheit seit vielen Jahren intensiv auseinander gesetzt und überzeugende Argumente gesammelt, die für eine rein pflanzliche Ernährung sprechen.

Als Tierrechtlerin weiß ich, dass Tierversuche usw. nur dadurch abgeschafft werden können, dass Tiere endlich Rechte bekommen und das Bewusstsein der Menschen sich ändert.

Mein Partner gab mir den Anstoß, wieder in der Tierschutzpartei aktiv zu werden. Nachdem ich mir von Ingeborg Holst und Stefan Eck versichern ließ, dass die Partei voll und ganz hinter dem Veganismus und der Durchsetzung von Tierrechten steht, habe ich mich entschlossen, mich mit meiner ganzen Kraft der Partei zur Verfügung zu stellen und mit zu arbeiten.

Bundesvorstand

Ingeborg Mauler


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